An der Grumbachtalbrücke wird der zweite Überbau betoniert

Im vergangenen Jahr wurden die stählernen Hohlkästen der Richtungsfahrbahn Mannheim eingehoben und zu einer durchgehenden Stahlunterkonstruktion verschweißt, nun startet der nächste wesentliche Bauabschnitt am Ersatzneubau der Grumbachtalbrücke bei St. Ingbert: das Betonieren der Fahrbahnplatte.

Die zuvor montierten Stahlhohlkästen bilden gemeinsam mit den aufgeschweißten Kopfbolzendübeln die Grundlage für die nun folgende Verbundkonstruktion. Diese Kopfbolzen sorgen nach dem Erhärten des Betons für die kraftschlüssige Verbindung zwischen Stahl und Beton und ermöglichen so die statisch wirksame Zusammenarbeit beider Baustoffe zu einem leistungsfähigen Gesamttragwerk.

 

An der Grumbachtalbrücke wird der zweite Überbau betoniert

 

Für die Herstellung der Fahrbahnplatte kommt ein sogenanntes Schalwagenverfahren zum Einsatz. Der fahrbare Schalwagen bewegt sich dabei auf den bereits fertiggestellten Stahlträgern und ermöglicht das abschnittsweise Betonieren der Oberbauplatte. In mehreren Takten wird die Schalung jeweils positioniert, ausgerichtet und fixiert, bevor Bewehrung verlegt und der Beton eingebracht wird. Nach dem Erreichen der erforderlichen Festigkeit wird der Schalwagen weiter verschoben und der nächste Abschnitt hergestellt.

Dieses Verfahren gewährleistet eine hohe Maßgenauigkeit sowie eine gleichmäßige Qualität der Betonoberfläche. Gleichzeitig ermöglicht es eine wirtschaftliche und sichere Ausführung, da auf umfangreiche Hilfsgerüste unterhalb der Brücke weitgehend verzichtet werden kann.

 

An der Grumbachtalbrücke wird der zweite Überbau betoniert

 

Mit dem Fortschreiten der Betonierarbeiten wächst das neue Teilbauwerk der Richtungsfahrbahn Mannheim nun sichtbar in die Höhe. Nach Abschluss der Arbeiten an der Fahrbahntafel folgen unter anderem Abdichtung, Schutz- und Deckschichten sowie die Ausstattung der Brücke.

Parallel dazu laufen die vorbereitenden Maßnahmen für das zweite Teilbauwerk in Fahrtrichtung Saarbrücken. Wie bereits berichtet, wird nach Fertigstellung der endgültigen Pfeiler der bestehende Überbau der Behelfsbrücke im Ganzen auf seine dauerhaften endgültigen Unterbauten verschoben.
Mit der Betonage des Überbaus der zweiten Teilbauwerks ist ein weiterer wichtiger Meilenstein beim Ersatzneubau der Grumbachtalbrücke erreicht.

Die SBS-Ingenieure Ingenieurgesellschaft für das Bauwesen mbH ist im Rahmen dieses Projektes für die SiGeKo (Sicherheits- und Gesundheitsschutzkoordination) verantwortlich.

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